Jetzt bin ich seit 6 Wochen im Lande, in 6 Wochen fliege ich wieder nach Hause. Beim Wort fliegen kommt mir die Oma mit dem Motorrad im Hühnerstall in den Sinn, ein Lied über die Liebe zu den Großmüttern, das die Omas schon seit je her auf die Schippe nimmt, warum nicht als Umweltsau?

Wie absurd sind diese Kommentare in den sozialen Medien? Wer gibt denn darauf auch nur einen Pfifferling, was Herr ICHMÖCHTEGERN so für Kommentare zu allem und jedem abgibt? Auffällig, das sind 99,9 % Männer. Natürlich mache ich mir Gedanken bei dieser Fernreise, wie ich Miles and more sparen kann? Wenn ich mit dem Schiff reise dauert es vierzehn Tage von HH nach Salvador und während der Zeit erbreche ich mich ununterbrochen.

Ich beruhige mich immer mit dem Argument, dass ich in den 3 Monaten Brasilien nicht heize. Das reicht aber gewiss nicht aus für meine Umweltbilanz. Ich benütze hier als einzige eine Einkaufstasche und lasse mir nichts in Platü abpacken … trotzdem, wie soll ich gegen die ganze Welt ankommen und dann noch mit meiner Fernreise im Rücken? Natürlich I do my very best … aber Bolsonaro, das ist ein ganz durchschnittlicher Brasilianer und die Katastrophe am Amazonas ist genau das, was jeder und jede hier im Kleinen jeden Tag macht.

Brigitte Engel-Hiddemann regte mich auf einer der Gruppenreise hier her an, mal zu überlegen, wie wir aus den reichen Industriestaaten, hinter dem Mäntelchen der Mülltrennung mit Tieren umgehen, mit Pflanzen, mit der Natur, dass wir leicht dazu neigen uns als die Tollen darzustellen, was bei genauer Betrachtung ja aber gar nicht stimmt. Wir verbrauchen viel mehr Energie, Wasser …

Ich muss nach dem Haus hier mindestens einmal im Jahr schauen, das extreme Klima, dieses Jahr die Termiten … trotzdem, wenn ich ehrlich bin, ich muss nicht nach Brasilien fahren, schauen wir mal, wie sich das Thema weiterbewegt und keine Sorge, die Oma denkt nach über CO2 und so😁

Jetzt erst mal Halbzeit, am Wochenende erwarte ich eine Kollegin, die dann an Fasching mit mir zurück fliegt. Eine HKIT TänzerIn aus Österreich hat mich bereits besucht, ihr Sohn arbeitet in São Paulo und sie kennt die Insel von vor 20 Jahren. Hier könnte ich jetzt wieder in das Thema Umwelt einsteigen. Der Palmenhain neben mir verwandelt sich gerade in eine Wohnanlage für betuchte Brasilianer, so die ganze Insel, die in der Zwischenzeit mit einem Ibizaimage Werbung macht.

Viele Künstler in Europa greifen dieses Thema der Umweltzerstörung durch Neubauen auf. Da bin ich nicht. Ich bin einfach nur betroffen und pflege die paar Philodendren, Heliconien, Bromelien und andere subtropische Pflanzen mit viel Sorgfalt im Garten. Gestern hab ich ein Planschbecken für die Vögel aufgestellt, die hier mit Netzen gefangen werden und in kleinen Käfigen ihr restliches Dasein fristen. Oh, oh … mit dem Paradies ist das so eine Sache …



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