19.-22. Juni 2020, London, Cloth Fair und 22.-27. Juni 2020, Perry Green, Henry Moore Studios and Gardens.


Ja, diese Studientanzreise auf den Spuren Henry Moores findet statt und ist bereits gebucht. Sie gliedert sich in zwei Teile, erst London, dann fahren wir raus aufs Land. Diese zwei Teile können auch getrennt gebucht werden. Es sind noch ein oder zwei Plätze frei, falls noch die eine oder andere mitkommen will, zögert nicht zu lange.

Die Studientanzreise ist dem Thema Dialog mit der bildenden Kunst gewidmet. Wir reisen auf den Spuren Henry Moores, eines weltbekannten Bildhauers. Unsere Partnerorganisation ist die Henry Moore Foundation. Henry Moore hat diese Organisation ins Leben gerufen mit dem Ziel, daran zu forschen, wie Kunst vermittelt und zugänglich gemacht werden kann. Er wurde Zeit seines Lebens für seine Bildhauerei von Kritikern in Frage gestellt, trotz Weltruhm, die Stiftung war seine Antwort.

Das trifft sich mit zwei Jahrzehnten Tanzforschung DD zum Dialog von Tanz und Bildender Kunst. Sich ein Bild, eine Skulptur anzuschauen und sich dann Gedanken darüber zu machen ist eine Sache, in den Bewegungsraum der bildenden Kunst einzutreten und tänzerisch Zugang zu einem Kunstwerk zu finden eine ganz andere. Gefragt ist dabei unsere Kommunikationsfähigkeit.

Dabei geht es uns nicht darum etwas nachzuahmen, ein Bild nachzustellen oder die Bewegungen des bildenden Künstlers nachzuempfinden … sondern wir treten über den Dialog im Tanz in den Raum ein, den das Kunstwerk uns heute, in dieser Begegnung öffnet und erfahren so mehr über dieses Kunstwerk, als durch das Betrachten. Wir nehmen es mit unserem Bewegungssinn wahr.

Wie das geht? Dazu forschen wir in DD seit über zwanzig Jahren. John Marwurndjul, Peter Pommerer, Ernst Barlach, Tony Craigh und Eduardo Chillida u.a. bewegten uns oder wir ließen uns von ihrer Kunst bewegen. Was wir dabei entdecken konnten war Tanz als kommunikative Kunstform. Nicht nachmachen, nachahmen, reproduzieren sondern in Austausch trete, sich über den Atem und seine Bewegung annähern und erfahren, welche Bewegung ein Kunstwerk in uns auszulösen vermag.

Wir sagen, das haut mich um … endlich ist die Gelegenheit da Worten Taten folgen zulassen, dabei erleben wir das Kunstwerk in einer völlig anderen Dimension als über das Sehen. Wir erlauben ihm im wahrsten Sinne des Wortes uns zu bewegen und erfahren dabei mehr über uns selber, unsere Lebensgeschichte darf sich an dem Kunstwerk reiben, in Austausch treten und wie in einem echten Dialog weiterbewegen, über uns hinauswachsen.

Dabei erfahren wir eine ganze Menge über unser Gegenüber, das Werk, den Künstler, wir lassen uns im wahrsten Sinne des Wortes berühren. Ist es nicht das, was Kunst will? Ist es nicht das, warum wir ein Buch lesen, in ein Konzert gehen oder in eine Ausstellung?

Das Umfangen von Raum und Zeit sagt uns etwas über die Weite unserer Existenz, öffnet uns neue Möglichkeiten des Seins, läßt uns in Kontakt treten mit unserer Kreativität, fördert unser Kommunikationsvermögen, macht uns beweglich, lebendig.

Schauen wir, was unsere Studientanzreise nach England zu bieten hat und hören wir auf damit so zu tun als ob Kunstinterpretation objektiv sein könnte. Wie wir ein Kunstwerk erleben ist immer zuerst einmal höchst individuell, wenn wir uns das eingestehen kommen wir der Kunst ein ganzes Stück näher, unseren Vorlieben und Abneigungen, dem Künstler, der Künstlerin und ihren Werken.

Vamos … auf gehts

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