Rückblick und Ausblick

Rückblick und Ausblick

Dancing Dialogue 2019

In diesem Tanzjahr gab es gleich mehrere wichtige Ereignisse. Da war der Global Water Dance an der Ostsee im Juni, an dem viele Tänzerinnen teilnahmen und den wir zum zweiten Mal mittanzten um unsere Verbundenheit mit der weltweiten Ressource Wasser zu bekräftigen. Begleitet haben uns dabei Texte von Elena Ferrante aus Frantumaglia.

Ferner war das tänzerische 2019 wesentlich geprägt durch den Beginn des Maskentanzrituals im August. Wir waren eine kleine Gruppe hoch motivierter Tänzerinnen die mit dem Bau der Maske aus Ton eingetreten ist in den Dialog mit dem Unbewussten, individuell und kollektiv. Drei der Teilnehmerinnen hatten bereits Erfahrungen mit einer Maske gesammelt, in den Tanzjahren davor. Schnell zeigte sich das gemeinsame Thema als Werden und Vergehen, als Eintritt in den großen Zyklus alles Lebendigen. Spannend werden die Tanztagen 2020, wenn es um den Tanz, die Bewegung der Masken geht.

Siehe Blogeinträge dazu vom 25. und 26. August und 11. Dez. 2019.

Ein weiteres Highlight war unser 16. Tanzprojekt gemeinsam mit Dr. Gisela Notz, die ihren Kalender Wegbereiterinnen 2020, im November 2019, in Inzmühlen vorstellte und uns in Verbindung brachte mit Mathilde Jacob und Whina Cooper. Siehe Blog vom 6. Nov. und 19. September 2019.

Besonders Whina hatte es mir tänzerisch angetan, es war klar, dass ihre politischen Aktivitäten in Neuseeland nicht ohne Haka abgelaufen sein konnten. Haka ist das Maoriwort für Lied und Tanz, also ganz nahe dran an unserem Projekt Wort und Tanz.

Nach umfangreichen Recherchen zum Haka fiel mir die Verbindung von Sprache und Bewegung über Rhythmus ins Auge. Da war der Schlüssel, den ich schon von der Tarantella her kannte. Die Suche nach dem verlorenen Rhythmus. Da liegt das heilsame Potenzial, das besonders wichtig ist, für unsere tänzerische und therapeutische Tanzarbeit. Rhythm is it.

Der Haka kann uns ein Gefühl dafür geben, wie wichtig es auch gerade im persönlichen Bereich ist, in Sprache und Bewegung den eigenen Rhythmus zu finden, ihn zu vertreten, ja, auf ihn zu bestehen. Da schlummert eine wesentliche tänzerische Kraftquelle, die uns auch 2020 in DD weiter bewegen wird.

Supervision 2019 

Lernen im Prozess der Einzelarbeit. Learning by doing. Da geht es zunächst einmal immer um individuelle Themen doch gleichzeitig lernen wir dabei sehr viel über die therapeutische Beziehung zwischen KlientIn und TherapeutIn und darüber, über uns hinauszuwachsen. Wie ausschlaggebend diese Beziehung für den therapeutischen Erfolg ist, darauf weisen uns die Forschungen von Tschrittmater und anderen hin. Siehe blog.

Zum Abschluss sei noch auf das Wanderforum hingewiesen, das dieses Jahr soviel Beifall fand, dass Elke Wagner auch 2020 das HKIT Forum in Bewegung bringen wird. Wandern ist eine sehr glaubwürdige Form die Abschlüsse der HKIT Ausbildungen nach 3 und 5 Jahren auf den Weg zu bringen. Ein Wegweiser in die Praxis.

Martin Walser sagt: Dem Wanderer legt sich der Weg unter die Füße. Das gilt auch für uns Tänzerin, wir kommen nur weiter im Kontakt mit unserem Körper, unserem Atem, wenn wir uns bewegen, wenn wir tanzen, dann kommt uns das Potenzial im Tanz wie von selbst entgegen. 

Bleibt mir noch auf den Blog 2019 hinzuweisen, da finden sich Details zu diesem Jahresüberblick, sowohl DD als auch Supervision.

Ausblick auf das Jahr 2020

Auch 2020 beginnen neue Ausbildungslehrgänge HKIT in Tanzpädagogik und Tanztherapie. Bitte weitersagen. Euere Stimme zählt, denn, je mehr von dieser heilsamen Tanzarbeit erfahren, um so besser für unser aller Zusammenleben. Dabei ist es vom ersten Kennenlernen oft nur ein kleiner Schritt bis zur großen Liebe. 

Themen die wir vom Jahr 2019 herübernehmen werden und die uns auch 2020 weiter bewegen werden sind u.a.:

Frantumaglia, Elena Ferrante

(Global) Water Dance an der Ostsee 19.-24. Mai 2020

Maskentanzritual 21.-23. August 2020

Haka

Wanderforum 27.-30. August 2020

Projekt Wort und Tanz 28. Nov. 2020

Ein langjähriges Thema DD ist Skulptur und Tanz oder neue Zugänge zu bildender Kunst über den Tanz. 2020 fahren wir dazu nach England auf den Spuren von Henry Moore, nach London und Perry Green zu Henry Moore Studios and Gardens, vom 19.-28. Juni.

Auch das Jahresthema 2020 ergibt sich aus dem Vorjahr:

Über sich hinauswachsen. Grenzen erweitern. 

Siehe dazu Blog vom 17. Sept 2019: Wie oft bleiben wir hinter unseren Möglichkeiten zurück?

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