Maskentänze haben eine uralte Tradition in der Menschheitsgeschichte und immer steht am Anfang der Bau einer Maske. Vorläufer sind Gesichtsbemalungen, die wie die Maske über uns hinaus weißen. Sie zeigen was noch in uns stecken könnte, wenn wir die Maske unseres Egos lüften. Traditionell gibt es Masken die positive und Masken die negative Kräfte verkörpern und im Tanz der Masken geht es dann auch darum, dass die positiven, lebensbejahenden Kräfte obsiegen, die Gesellschaft erneuern, stärken und stützen.

Wenn ich an unsere letzten Maskenerfahrung zurück denke, so sind die Prozesse des Maskentanzes und Maskenbaus sehr viel feiner und differenzierter in persönlicher Hinsicht. Alte Verletzungen tauchen auf und können eine Schutzmaske beiseite gestellt bekommen, ein Schutzwesen. Andere Masken machen den Schmerz sichtbar, zeigen Zwischenräume auf, wieder andere verbinden die Tänzerin mit Kräften aus ihrer Kindheit, andere gehen weit über die Persönlichkeit hinaus, in galaktische Räume.

Gemeinsam ist allen Masken, dass sie die Maskenbauerin tief bewegen, die Verhältnisse aufzeigen, zurecht rücken und heilsam wirken. Bis heute erreichen mich Berichte wie die vor ein paar Jahren gebaute Maske wirkt, mitten in den Alltag hinein.

Fotos, oben Masken aus dem Rietberg Museum in Zürich, unten Maskentanz Inzmühlen 2016, vier Masken sind nicht auf dem Bild.

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