Global Water Dance – Erfahrungsbericht aus den Vorbereitungen von Bettina Wahl

Heilende Kräfte im Tanz Blog - Gabriele Fischer > Dancing Dialogue  > Global Water Dance – Erfahrungsbericht aus den Vorbereitungen von Bettina Wahl

Global Water Dance – Erfahrungsbericht aus den Vorbereitungen von Bettina Wahl

Große Bewegungen als Schlüssel 1
Rügen stand bevor – meine 1. Dancing Dialog Begegnung mit mehreren Tagen und dann noch am Meer.
Zuerst stand Einzelarbeit mit Gabriele an. Sie schaute und filmte manchmal und besprach mit mir dann was zu sehen war. Ich konnte es zudem auf den Videos sehen und auch spüren während ich mich bewegte.
Da ich sehr fels- und bergaffin bin entschieden wir uns für einen Fels, vom Meerwasser umspült, auf den ich mit etwas Anstrengung aber gut hochklettern konnte. Viele und schnelle Bewegungen, dann langsame Bewegungen die immer noch schnell waren – so begann mein Tanz mit dem Fels. Gleichwohl es gar nicht so einfach war darauf Balance und Gefühl zu halten. Wie das Wasser, das wild an den Felsen schlug und sehr unruhig war, so ähnlich war auch mein Tanz. Das hieß: Ich nahm das unruhige Außen in mich auf und machte dazu Bewegungen.
Gabriele empfahl mit ihrer liebevollen Art und ihren zärtlichen Blicken fürs Detail, erst viel Atem zu nehmen also das heißt,  erst mal Zeit nehmen um nur zu atmen, den Atem bemerken, langsam mich dem Atem und dem Atmen nähern, mich mit ihm verbinden und tiefer, weiter und breiter zu atmen – und darin versinken und spüren, bemerken und dann große Bewegungen langsam zu machen. Also nicht mit der Unruhe des Wassers eins zu werden sondern vielmehr dem Wasser mit ruhigen, langsamen und ganz großen Bewegungen zu antworten.
Ihr ahnt es sicher schon – das Gefühl, das Wahrnehmen, das Spüren und das Erleben war ganz anders. Ich ging in Resonanz mit dem ruhenden Fels unter mir, wie die ruhende Erde unter dem tosenden Wasser. Die Bewegungen wurden weit, ruhiger und Raum nehmend und! ich konnte jede einzelne Bewegung bis ins Detail auskosten und meinen Körper viel mehr spüren und wahrnehmen.

Große Bewegungen als Schlüssel 2
Nachdem ich nun körperlich verstanden habe zuerst viel Atem und dann große langsame Bewegungen körperlich entstehen zu lassen fotografierte und filmte Gabriele erneut mein Tun. Interessant wie sich das Zusammenspiel von Fels, Meer, Wind und Vogelscharen am Himmel bildlich und sichtlich veränderte. Es war unglaublich beeindruckend und erfüllend in dieses Zusammenspiel über den Tanz in diesen natürlichen Dialog mich hinein zu bewegen.

Wir schauten die nächsten Bilder und Videos wieder an und Gabriele fragte erneut liebevoll: “Bettina, was siehst du außer diesen neuen langsamen Bewegungen?” Ja was sehe ich? Ich konnte sehen, dass ich sehr langsame und große Bewegungen für mich erschlossen habe und dass ich im Schulter-, Rücken- und Beckenbereich noch gar nicht ganz aufmachte. In diesen Bereichen hielt ich irgendwie noch fest, die Bewegungen flossen gar nicht in die gesamte Größe und Weite des Körpers. Da gab es also noch körperliche Räume, die erschlossen werden wollten … und was konnte ich noch sehen? Weite, Ruhe, Raum und berührt werden …

Und dann möchte ich euch noch erzählen, dass ich es liebe den Wind zu spüren und vor allem zu hören. Kennt ihr das, wenn ihr den Wind wehen hört? Ohne Autolärm, ohne dass jemand spricht, ohne dass irgendwas stört? Hier am Meer hörte ich das Rauschen des Meeres und ich hörte den Wind wehen … hoch oben in den Bergen, da wo es nichts als Natur gibt, da höre ich auch immer den reinen ursprünglichen Wind wehen.

Was machte der Wind am Meer mit mir? Das Wetter war durchwachsen bis bewölkt, der Wind war wärmer als die Luft dazwischen und als das Wasser des Meeres. Er trug unbrauchbare Stimmungen fort, er ummantelte mich mit zärtlichen Berührungen und er erzählte uns was von sich …

Eine Vogelschar wirbelte durch die Luft – es sah aus wie eine Flugschule, denn der vorderste Vogel änderte immer wieder die Richtung, die Höhe, den Kurs und alle anderen Vögel flogen hinterher … und damit endete unsere heutige Einzelarbeit. Gabriele hielt nach einer schwimmenden Tänzerin Ausschau und lies mich noch ein bißchen am Meer entlang treiben – ein wundervoll erfülltes Fühlen trug ich in mir.

Große Bewegungen als Schlüssel 3

Ein neuer Tag mit neuen Bewegungen und einer anderen Meeresstimmung. Das Meer eher ruhig, plätschernd und umspülend. Der Wind kaum hörbar.

Gabriele lud mich heute ein vor oder neben dem auserkorenen Lieblingsfels zu sein und mit der Stimme des Meeres in Kontakt zu gehen. Zuerst wieder der Atem … dann erst mal Lauschen – wie ist die Stimme des Meeres, hat sie verschiedene Töne, erzählt sie oder singt sie? Was passiert im Körper in Resonanz mit dem Meer und der Stimme des Meeres?

Der innere Impuls kam aus dem mich mir zu wenden, hinab zur Erde, hinab zum Wasser … dann hörte ich das anrauschende Wasser, dass Wasser das vor mir sich ausspülte und das Nachknistern des Meerschaumes. Hast du schon mal auf das Knistern des Meerschaumes geachtet? Es war leise und doch sehr präsent.

Gabriele filmte wieder ein bißchen und wir schauten auch heute gemeinsam was wir denn sehen konnten. Ein zaghaftes Annähern, eine andere Stimmung im Außen, eine andere Stimmung die mein Körper ausdrückte und das nicht ganz Öffnen der gesamten Körperweite blieb – eher wieder ein Zusammenziehen, Zusammenrollen, kleiner machen und in der Hocke mich dem Meer zuwenden.

Was glaubt ihr was Gabrieles Einladung war? Genau – nun mit der Stimme des Meeres in Kontakt treten und mit dem Körper in große Bewegungen gehen … so hörte ich das Meer auf vielen feinen Stimmebenen und verband mich dabei mit dem Atem, dem Körper und den großen Bewegungen. Langsam, noch langsamer, noch langsamer, noch viel langsamer und jeden Bewegungsraum auskosten. Es war als tauchte ich in einen Meer- und Strandkokon mit meinem Körper und seinen Bewegungen ein und das Meer antwortete mit seinen ruhigen Bewegungen und seinen liebevollen Stimmfarben. Die Sonne begann zu scheinen und die Einzel war dann auch zu Ende.

Heute schlenderten wir gemeinsam zu der schwimmenden und der meditierenden Frau. Zusammen traten wir später den Rückweg zu unserer Unterkunft an.

Was änderte sich? Das Schlendern war langsamer, das Sprechen plätschernder, Debby tippelte vergnügt neben uns her, während Gabriele zärtlich in die Weite schaute und eine geringelte Wolkenschlange und ein Schiff entdeckte bis wir bei beiden Frauen ankamen und zusahen wie unsere Meerjungfrau sich langsam vom Meer an den Rand treiben ließ und die andere Frau langsam von ihrer Meditation zu uns auftauchte. Zärtliches verbunden Sein – so fühlte sich das an.

Große Bewegungen als Schlüssel 4

Erinnerst ihr euch noch, als ich gestern erzählte, dass Gabriele, Debby und ich den Strand entlangschlenderten, um die Meerjungfrau und die Meditationsfrau einzusammeln?

Ich habe euch da verschwiegen, dass unsere Meerjungfrau noch in den Fluten des Wassers und unsere Meditationsfrau noch ganz in Meditation mit dem Meer war. Daher schlenderten wir einfach den Strand entlang weiter. Zuerst kamen wir an einer Familie vorbei, die mit ihrem Hund spielte wie Gott sie schuf. Gabriele meinte noch ob der Hund Debby was macht – doch kaum kamen wir näher wurde dem Hund angewiesen zu sitzen, er schaute auch ganz woanders hin und Debby konnte vergnügt an ihm vorbei dribbeln und wir hinterher.

Wir schlenderten weiter, beobachteten auch nebenher die Fahrt des Dampfers den Gabriele ja schon sehr weit hinten entdeckt hatte und waren immer noch beeindruckt von dem glitzernden und weiten Meer, dem weitläufigen und fast leeren Strand – es war herrlich!

Wir liefen und liefen und vielleicht könnt ihr es euch vorstellen, vielleicht aber auch nicht – wir waren plötzlich in einer ganz anderen Strandstimmung … Wir befanden uns in einem Meer von vielen kleinen und mittelgroßen tausenden Steinen, die auf dem Sand und im Wasser herumlagen. Das Wasser glitzerte funkelte zwischendurch; barfuß konnte ich kaum im Wasser mit den vielen Steinen laufen, mit den Augen war ich wie gefesselt von diesen schönen Steinen und dem glitzernden Wasser. Gabriele war auch wie gefesselt und Debby sitzt da und schaute zu wie wir uns an den Steinen erfreuten.

Bis ich meinen Blick hob und direkt auf einen Sandhügel schaute, der mir vorher noch gar nicht aufgefallen war. Da musste ich hin. Feiner zarter Sand und dann noch leicht „bergig“. Gabriele war noch nicht überzeugt, ob das jetzt so eine gute Idee war, doch das langsame und während dessen den Sand fühlende hinauf Krackseln lud sie ein tiefer zu blicken und lies sie dann die Kamera zücken um später auch darüber noch kurz mit mir zu sprechen. Der Sand war so weich, so zart, so angenehm und so gleitend, das leichte Aufsteigen und manchmal mit den Füßen nach hinten weggleiten war wundervoll. Oben angekommen, war der weiche Sand etwas fester und eine Wand, teilweise wie eine kleine Mauer zum drauf Sitzen. Da nahm ich dann noch kurz Platz, fühlte den Sand, das geborgen Sein im Hang und lies meinen Blick zu Gabriele, Debby und in die Meeresweite schweifen. Es war herrlich.

Dann huschte ich wieder zu Gabriele hinab, wir blickten zusammen auf die Fotos, tauschten kurz die Eindrücke aus und dann schlenderten wir zu unseren beiden Damen, die dann auch bereit waren für die Heimreise.

Ein erlebnisreicher Morgen am Meer … ganz besonders.

Große Bewegungen als Schlüssel 5

Heute noch eine Einzelstunde bevor weitere Frauen anreisen und ab morgen die Dancing Dialog-Gruppe beginnt.

Wenn wir wieder so am Strand entlang schlendern in Richtung zu dem euch schon bekannten Felsen ist heute irgendetwas anders. Die Stimmung des Meeres ist noch ruhiger und Schwäne dümpeln gemütlich auf dem Wasser herum. Ein Schwan hat uns die letzten Tage im Hintergrund behütet und war beim Atmen und Bewegen immer irgendwo in unserer Nähe. Heute hat er also seine ganze Familie mitgebracht – schön, die anmutigen Tiere auf dem weiten Meer zu sehen und zu beobachten.

Gabrieles Tipp heute nochmal auf den großen Fels wollte ich erst befolgen, doch irgendwie kam ich heute nicht auf den Fels, der Körper machte nicht mit bis ich sagte „nein, heute nicht der Fels, sondern der kleinere daneben“ „Klare Entscheidung“, meinte Gabriele, machte es sich auf ihrem Sitzkissen auf einem kleinen Hügel im Sand bequem und Debby bohrte mit ihrer süßen kleinen Schnauze im Sand bis sie es sich neben Gabriele gemütlich machte. Wobei Debby ganz klar auch eine Hüterin bei meinen Bewegungen war, sie kam die Tage auch immer mal nach vorne, um zu sehen, ob das auch von der Nähe gut läuft, um sich dann wieder zu Gabriele zu gesellen. Gabriele rief am Ende meiner Bewegungen auch immer „Debby war auch wieder dabei, du wirst es nachher auf dem Video sehen“ – herrlich, so zärtliche Tiere als Unterstützer dabei zu haben.

Doch zurück zum Beginn der Einzel … nachdem Gabriele und Debby es sich gemütlich gemacht haben, schloss ich meine Augen, spürte hin wie ich den Felsen mit meinem Körper fühlen kann und atmete. Atem, viel Atem … tief durchatmen, weiter, breiter und langsamer atmen, durch den ganzen Körper atmen, tiefer atmen, noch langsamer atmen, mehr Zeit und Raum lassen beim Atmen über den Atem nach und nach ganz im Körper ankommen. Das lief gut, das ging heute tiefer, weiter, breiter, entspannter, so ganz wohlig und inniglich; hatte keine Eile und konnte mich so richtig in den Kokon von Strand, Meer, Natur und Tieren eintauchen und atmen lassen.

Nach dem Atem große Bewegungen hin zum Felsen, mit dem Fels und in Dialog treten. Den inneren Körperimpulsen folgend öffnete ich mich über die Bewegung mehr dem Fels, seiner Festigkeit und Präsenz. Es war als würde Stabilität und Festigkeit in mir in Dialog mit dem Fels treten, dann dem Wasser lauschen und gleichzeitig atmen und bewegen … was resoniert in mir, wie tauche ich ein in den Klang der Natur mit meinem Atmen und meinem Tun, das aus dem Nichtstun entsteht?

Ein tiefes Spüren und Fühlen breitete sich in mir aus und lediglich der Moment, das Hier und Jetzt war wichtig, um daraus in den nächsten Moment zu folgen. Ein Bewegen bis hin zum Aufrichten auf dem Felsen im Zuwenden zum Meer, in das ich am Liebsten, genau in diesem Moment, in voller Kluft hineingesprungen wäre. Doch lieber nicht, da es nicht so tief war, um unbeschadet darin zu landen.

Danach tauchte ich wieder auf und schaute in Gabrieles strahlendes Gesicht mit ihrem zärtlichen Blick fürs eben Gesehene. „Ohne Worte“ meinte Gabriele „jetzt hast du’s!“

Große Bewegungen als Schlüssel 6

Heute erster Tag mit der Gruppe. Wir fahren gemeinsam zum Meer und Gabriele lädt zu Atem und großen Bewegungen ein. Jede Frau für sich, in ihrer Geschwindigkeit und ihrem Rhythmus. Zuerst wird noch viel gebabbelt, lange nicht gesehen und beim Wiedersehen gibt es auch viel auszutauschen. Doch nach und nach sinkt jede Frau in ihren Atem, ihren Rhythmus und ihre großen Bewegungen.

Ich spüre wieder den Kokon des Meeres, des Strandes und der Natur und merke wie er sich dehnt und weitet mit uns Frauen – es fühlt sich herrlich an! Ein geschützter Raum dessen Außenhaut sich stärkt, weitet und Raum nimmt, damit alle Frauen -egal wie weit sie auseinander sind- Platz haben.

Erinnert ihr euch noch an den Anfang meiner Berichtsreise als ich erzählte wie ich sehen konnte, dass meine Schultern, mein Rücken und mein Becken trotz großer Bewegungen nicht richtig aufmachten? Heute nahm ich die Aufmerksamkeit dafür mit in meine Bewegungen und spürte wie sich innerlich langsam etwas zu öffnen begann. Zart und zaghaft und nur mit meiner vollen Aufmerksamkeit und Präsenz; je mehr ich die ganze Spannbreite der großen Bewegungen auskostete und beim tiefen Atmen blieb und so mehr ging Innen etwas mit und schaffte Öffnungen – herrlich, da wollte ich hin, da wollte ich weitergehen …

Dann hörte ich Gabrieles Stimme wir sollen nun mit der Stimme des Meeres in Kontakt gehen und auch gerne die eigene Stimme dazu nehmen. Also tauchte ich da hinein, wie eine Meerjungfrau oder eine Nixe, die im Meer verschwand, so flossen meine Aufmerksamkeit und mein körperliches Tun dahin. Es war herrlich und besonders schön, das Meer kam mir entgegen und antwortete, kaum, dass ich meine Töne fließen lies. Und so begegneten wir uns mit unseren Stimmen und Bewegungen. Genussvoll war für mich auch die anderen Frauen zu hören und manchmal zu sehen – wir waren weit verstreut, da es viel Platz und Raum für uns am Strand gab, es war herrlich!

Irgendwann tauchten wir nach und nach wieder auf und gesellten uns um Gabriele zum Austausch.

Es ist schon interessant und erlebnisreich was sich in so wenigen Tagen (wenn wir uns das im Kopf überlegen) körperlich geschehen kann – Stress fällt ab und Körpergenuss beginnt über Atem, große Bewegungen Stimme. Wundervoll!

Große Bewegungen als Schlüssel 7

Gestern habe ich euch davon berichtet, dass wir in der Gruppe auch mit der Stimme des Meeres in Kontakt getreten sind.

Unsere Meeresnixe hat ja eine ganz besondere Verbindung zum Meer und auch zu seiner Stimme, seinem Stimmwesen und seinen Meerestönen.

Schon als jede Frau – zwar innerhalb der Gruppe aber ganz für sich – mit dem eigenen Tönen in Dialog zur Meeresstimme sich bewegte hörte ich diese besonderen Töne, Laute … fast einen Gesang in naher Ferne. Es war ein ganz besonderer Klang, der so ganz anders war als von uns anderen Frauen. Es war beeindruckend und bezaubernd zugleich. Das Besondere war auch, dass sie lag und nicht stand oder saß.

Als wir langsam wieder aus unserem eigenen Tönen nach und nach auftauchten, zog es viele Frauen zu unserer Meeresnixe, die noch dalag und nachwehte von ihrem Tönen.

Gabriele war auch völlig fasziniert und fragte was denn das für Töne gewesen seien. Die Meeresnixe antwortete strahlend und ernsthaft bedacht, dass das die beiden Stimmen des Meeres gewesen seien, die durch sie hindurchflossen. Gabriele war noch beeindruckter und bat sie für uns alle nochmal den Gesang des Meeres verlauten zu lassen.

Sie ließ sich nicht lange bitten, da sie völlig in Verschmelzung mit Körper, Stimme, Natur, Boden und Meer war und stimmte ihren tief verbundenen Meeresgesang an. Es braucht danach keine Worte mehr … lauschend waren wir gefesselt und genossen das Nachklingen durch das Plätschern des Meeres.

Auch dies war eine große Bewegung – das große Meer und seine Meeresstimme durch eine Frau hindurchfließen zu lassen um dann wieder ins Meer zurückzukehren.

Dankeschön für dieses berührend beeindruckende Klangerlebnis.

Große Bewegungen 8

Heute ein neuer Tag! Strahlender Sonnenschein, wir sind wieder an unserem schon vertrauten Strandufer wie die letzten Tage. Der Himmel in einem gigantischen blau, das Meer glitzert, die Strandstimmung ist ruhig und ich spüre wieder den von uns erschaffenen Kokon.

Die Stimmung bei uns Frauen ist lebendig und wir fangen wieder mit Atem und großen Bewegungen an. Dann wieder die eigene Stimme, die sich mit dem Meer vereinen und in Dialog treten darf. Nachdem wir unsere Ankunftszeit ausgekostet haben ruft uns Gabriele zusammen und spricht über Wiederholungen.

Was brauchen wir, wenn wir gesehen werden wollen?

Atem, große Bewegungen und Wiederholungen!

Ganz nach Elena Ferrante standen jetzt also alle 3 Tools zum Gesehen werden an.

Wiederholungen hörte ich auch schon am Tag davor.  Da ich Wiederholungen gar nicht so gerne mag, viel mehr Abwechslung und immer wieder sich Veränderndes musste ich mich regelrecht zusammennehmen und mir auch kurz überlegen was für große Bewegungen gibt es denn, die sich auch gut wiederholen lassen. Gute Frage oder? Welche Bewegungen sind groß und lassen sich so ausführen, dass sie auch gut wiederholt werden können?

Gabriele lud auf die Bühne ein und mit dem Rücken zum Meer zu schauen, so dass die Zuschauerinnen die Tänzerinnen sehen konnten. Auch eine Herausforderung erst mal mit dem Rücken zum Meer zu beginnen … Nach und nach fanden wir uns und Gabriele rief noch „Atem, große Bewegungen und Wiederholungen, wenn ihr gesehen werden wollt“ und dann zückte sie die Kamera und los gings.

Atem, ah da war er wieder, der Atem, das viel atmen. Ihr erinnert euch? Tief atmen, Zeit lassen, weiter, breiter atmen … dann große und langsame Bewegungen … ach ja und Wiederholungen … ich fing an mit großen und langsamen Bewegungen, dann wiederholte ich diese, 3, 4, 5, 6, 7 mal dann wechselte ich die Bewegungen und wiederholte wieder … und irgendwann wieder wechseln und wieder neue Wiederholungen … herrlich, Wiederholungen haben auch etwas ruhiges, vertrautes, angenehmes, nährendes und etwas unterschiedliches! Eine ganz neue Erkenntnis, dass Wiederholungen auch was Schönes haben.

Und so ließ ich mich durch die Zeit auf unserer Meeresbühne treiben, atmete, machte große und langsame Bewegungen, Wiederholungen und trat auch in Dialog mit den anderen Mittänzerinnen. Es war so spannend Moment für Moment zu erleben und auszukosten. Irgendwann spürte ich mich im Wasser, nicht ganz aber mit einem Teil der Beine – es fühlte sich herrlich an der Sand, die Sonne, das Meer und das hier sein – hier sein genau da wo ich gerade bin. Irgendwann setzte ich mich in den Sand und dachte habe fertig, schaute ins Meer hinaus und wartete bis die anderen Frauen auch zur Ruhe und zum Aus kamen.

Heute schließe ich meine Dancing Dialog Reise mit euch trotz, dass sie noch nicht ganz zu Ende ist. Doch genug der Worte, wer mehr wissen möchte sollte unbedingt selbst einmal teilnehmen. Denn nichts ist so wunderbar wie das Erleben selbst.

Für mich waren es intensive Erfahrungen und ein langsamer und bedachter Aufbau bis hinauf zur Bühne. Dank den Einzelstunden mit Gabriele konnte ich es von Anfang an tänzerisch und bewegend in mich aufsaugen, so lange, bis ich es verinnerlicht hatte und Gabriele sagte: „Ohne Worte, jetzt hast du’s“. In diesem Sinne grüße ich euch herzlich aus dem Erleben und Entstehen heraus! BW

2 Kommentare
  • Veröffentlicht am6:23, 2. Juli 2019

    Danke für’s Mit-Teilen, liebe Bettina!

  • Renate Barbara Balzer
    Antworten
    Veröffentlicht am7:24, 2. Juli 2019

    Herzlichen Dank, liebe Bettina, fürs Teilen und Mitnehmen auf deine Körper-Tanz-Reise😘
    Liebe Grüße an dich,
    Renate Barbara

Schreibe einen Kommentar

Kommentar
Name
Email
Website