„Was ist Kunst?“

„Was ist Kunst?“

Auf meine Frage: Was ist Kunst? als Einstieg in die neue Session DD 2019 und als Vorbereitung auf den DD Workshop vom 26.-31. März „Die Stimme der Faszie“ antwortet mir J.H.:

Jetzt beginnt ja die Fastenzeit – sonst habe ich immer mal  Süssigkeiten, Alkohol, Fernsehen … gefastet. Heuer, genauer gesagt gestern hatte ich die Eingebung: Verzicht auf zb Alkohol (ich rede da von einem Gläschen Wein udgl) ist eigentlich sehr oberflächliches Fasten. Wenn ich aber statt nur „Verzichten“ etwas Bewusstheit hineinbringe, komme ich wohl dem eigentlichen Sinn des Fastens näher. Also entschied ich mich bewusst, statt die Zeit an den müden Abenden vor dem Fernsehen und düsteren oder unwichtigen Nachrichten, oder auch interessanten Dokumentationen, zu verbringen, nutzte ich die freiwerdende Zeit, um mich ganz speziell meiner „Selbstliebe“ zu widmen, Aatini, Tanzen, MBSR (da hab ich schon lange CDs zu hause), usw –

Wenn ich mich weniger belaste mit den ganzen Katastrophen – so hoffe ich – , mich der Liebe und innerem Wachstum zuwende, werde ich innerlich wieder ausgeglichener und kann dann auch liebevoller und geduldiger mit meinen Kindern, meinem Mann und mir selbst sein. Bin gespannt, ob ich da weiterkomme und es speziell so mit dem Fasten in Verbindung bringen kann – der Zeit der inneren Ruhe nach dem lauten Fasching   …. Und da kam noch ein Bild:  Die Kunst in seiner Mitte zu sein. Ist das nicht auch Kunst? 

Da sind sie wieder, die Hs in HKIT, das Heilsame im Tanz. Wie geht das zusammen mit der Kunst? dem Tanz? DD? Das Heilsame auf die Bühne zu bringen, damit sind wir vor 20 Jahren in DD angetreten und diese Frage ist und bleibt zentral in unserer tänzerischen Arbeit.

Danke J. für Deine Anregungen, was Fasten sein kann. Heute ist ja Aschermittwoch und der Beginn der Fastenzeit, die bis Ostern reicht. Die Fülle, die sich im Verzicht auftun kann. Der Verzicht auf Katastrophen und das Ja zur inneren Mitte, wie tanzt sich das und wie stellen wir das auf der Bühne dar? Der Tanz zählt ja zu den darstellenden Künsten.

Wir wissen heute durch die Sportforschung eine Menge darüber wie sich Bewegung überträgt von Körper zu Körper. Die Spiegelneuronenforschung sieht es als Überlebensfaktor an, dass unsere Körper aufeinander reagieren und wir uns in den Bewegungen der anderen spiegeln.

Hier öffnet sich ein weites und gemeinhin unbeachtetes Feld tänzerischer Kommunikation mit dem Publikum und hier wird es spannend wenn wir an die Nachhaltigkeit einer Performance denken, Tanz wird ja so leichthin als flüchtiges Ereignis betrachtet. Was ja aber keineswegs stimmt.

Da weiter zu forschen ist super spannend und ich freue mich auf das neue Tanzjahr DD, diesmal mit viel Stimme.

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