Übereinstimmen

Das Wort übereinstimmen ist ein Hinweis auf soziale Aspekte von Stimme. An oberster Stelle findet sich da unser Harmoniebedürfnis. Das überlebensnotwendig ist, wir brauchen die Gemeinschaft und können nicht als Einzelwesen existieren, keine Frage. Ein Ausschluss aus der Gemeinschaft wird als lebensgefährlich empfunden.

Zu den sozialen Aspekten von Stimme gehören Begriffe wie stimmt oder Stimmigkeit. Es gibt uns gute Gefühle, wenn unser Familienleben harmonisch verläuft, wir mit unseren Freunden übereinstimmen, wir geben viel dafür und haben extra dafür im Laufe unserer Entwicklungsgeschichte Spiegelneuronen ausgebildet … .

Was aber, wenn wir nicht übereinstimmen, wir nicht wollen, was unsere Eltern für das Beste für uns halten? Wenn wir uns nicht im Mean Stream mitbewegen? Wenn wir andere Vorstellungen und Wünsche haben? Wenn wir in der Gemeinschaft überstimmt werden?

Wir werden laut. Wir schreien oder wir werden kleinlaut. Es verschlägt uns die Stimme. Wir verstummen. Unser Körper übernimmt die Funktion von Sprache. Er zeigt, wo der Schuh drückt und der Kloß im Hals steckt. Hochgezogene Schultern, zurückgenommener Brustkorb, lautloser Gang … .

Es ist überlebensnotwendig, dass wir gehört werden, dass unsere Stimme Gehör findet, dass unser Körper in seiner Befindlichkeit wahrgenommen wird. Wir sind angewiesen auf Resonanz, wie eine Saite auf ihre Geige. Gehört werden ist nicht übereinstimmen aber es ist die Voraussetzung für jedweder Demokratie. Ein fundamentaler demokratischer Wert. Um gehört zu werden müssen wir unsere Stimme erheben.

Und das von Anfang an. Da gibt es auch nach 100 Jahren Stimmrecht für Frauen noch viel zu lernen im Umgang miteinander. Am Härtesten trifft es unsere Kindern. Demokratie ist nicht nur abstimmen oder überstimmen sondern zu allererst mal gehört werden und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die alle mittragen können. Das können wir nur, wenn wir gelernt haben einander zuzuhören. Sonst enden wir mit unseren Abstimmungen schnell in der Diktatur der Mehrheit.

Ein langer Lernprozess an dessen Anfang das Recht des Kindes steht sich gleichwertig in unsere Gesellschaft einbringen zu können. Gleichberechtigung. Wie geht das auf der Stimmebene? Wenn ich gehört werde muss ich nicht schreien.

Das Foto erzählt eine Geschichte, interessant, die Frau genau zwischen uns … meine Geschichte mit dem kleinen Jungen ist, dass er am Tag zuvor ein Hund war, der zwischen den Tischen rumkrabbelte und ich den kleinen Hund lange gekrault habe … am Kopf … heute ist er kein Hund, aber wir stimmen überein, dass er mal ein Junge und mal ein Hund beim Frühstück sein kann. Er sagt mir seinen Namen Isaaki😘.


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