Die Fotos sind von meiner Schifffahrt gestern in die Provinzstadt gestern. Die erste Aufnahme entstand als ich auf das Boot wartete. Wieviele Plastikflaschen kannst du sehen? Als ein Hafenangestellter sah, dass ich das Stilleben fotografiere räumte ehr die Plastikflaschen weg. Was siehst du noch auf dem Bild? Welche Geschichte erzählt es?

Und schon sind wir auf der Rückfahrt. Das Boot transportiert alles, was die Inselbewohner auf dem Festland eingekauft haben. Ein Blick auf den Schiffsboden hilft mir, einen Platz für meine Füße zu finden zwischen dem Frachtgut.

Die vier letzten Fotos zeigen meinen Blick aus dem Boot während der Fahrt aus Valenca zurück auf die Insel. Die weißen Reiher heißen Garza und scheinen den Diskurs zwischen Natur und Zivilisation für sich gelöst zu haben.

Nehme ich die vertrockneten Pflanzen, zerplatzten Blumentöpfe, Abfälle menschlicher Zivilisation hinein in meine Körper- und Bewegungserfahrung der letzten 40 Jahre, so passt das schon ganz gut zusammen, das Außen und das Innen. Vertrocknetes Gewebe, chemische Rückstände, alte Schabracken und dazwischen die Natur, die Garzas, die Bananen, unser Körpergewebe, das noch intakt ist und uns erinnert, wo wir herkommen und dass es ansteht stehen zu bleiben, das verödete Land zu bewässern andere Wege zu gehen im Umgang mit der Natur, den Plastikhighway zu verlassen … auf einem der Fotos liegt versteckt noch ein Einbaum, ein Kanua, wie es die ausgerotteten Indianer nannten. Es gibt keine großen Bäume mehr um Einbaumkanuas zu bauen. Der Leidensweg der Natur spiegelt sich nicht zu letzt in unserem Gewebe.

Wimmelbilder laden uns dazu ein, die Vielschichtigkeit zu erfassen und für uns zu ordnen. Den Focus wählen wir selbst.

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