Bewegungseinschränkung

Bewegungseinschränkung

Manchmal werden wir in eine Kiste gesetzt, manchmal setzen wir uns selbst in eine Kiste. Manchmal ist es angenehm die Begrenzung zu spüren. Manchmal ist es unangenehm und es steht an unsere Begrenzungen zu sprengen.

Krank sind wir, wenn wir diesen Wechsel nicht mehr vollziehen können. Es ist erschreckend, wenn wir die Arme heben wollen und ein Arm auf halber Höhe sperrt. Frozen Shoulder. Eine Bewegungserkrankung die mir in letzter Zeit häufig in der Arbeit begegnet. Im Internet finden wir viele Erklärungen und Übungen. Ein Arztbesuch macht nur deutlich, dass es sich um eine langwierige Geschichte, handelt, manchmal hilft Cortison, kurzzeitig.

Gestern habe ich mit einer Klientin den Weg der HKIT mit Frozen Shoulder besprochen und wir sind ihn ein Stück gemeinsam gegangen. Liegen, sich der Erde, der Schwerkraft hingeben. Spüren, was es da zu spüren gibt. Wie sich die Schulter ablegt. Wie der Atem antwortet. Wie das Becken in Korrespondenz geht.

Ausprobieren, wie Ellbogen und Hand die Schulter beeinflussen. Neue Positionen des Ellbogens erfahren. Eintauchen in die gespürte Anatomie von Armen, Nacken, Kopf. Zusammenhänge wahrnehmen. Im Körper eine Heimat finden. Die Verkörperlichung unserer Gefühle, unserer Erfahrungen in der Kindheit entdecken.

Wohlgefühl. Sich auf die Seite von Wohlfühlen schlagen. Momente in denen wir uns wohl fühlten er-innern. Sie körperlich da sein lassen. Sich darin ausbreiten. Mit Micromovements unsere Spielräume wiedererkennen, sie annehmen und damit unsere Lebendigkeit, unser Leben selbst.

Damit kann die Erkrankung zum Weg zu uns selbst werden. Sie verliert ihren Schrecken. Zurück bleibt ein Gefühl von Nähe und Dankbarkeit.

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