DD Tag drei – Im Schwingunsfeld der RESONANZEN

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DD Tag drei – Im Schwingunsfeld der RESONANZEN

 

9.11.2018

Wir stellen fest, wie jede Tänzerin ihre eigene Handschrift hat im Tanz. Unverwechselbar bewegt sie sich an ihrer Körpergrenze entlang in eine Begegnung mit dem Außenraum. Ihr Tanz bildet Ausstülpungen und Dellen in den sie umgebenden Raum. Die Grenzerfahrungen werden differenzierter in das Gewebe hinein, immer feiner, selbst im Zellkern gibt es noch Membranen, Häute, Felle. Genau da bietet sich das Geräusch von Grenze an und wir können tanzen. Wie überhaupt sich unsere Stimmen, die sich zur Körperarbeit melden in einmalige Resonanzen eintreten.

Beziehungen zum Außenraum werden sichtbar, Korrespondenzen, wie sie nur der gefühlte Kontakt zu sich selber im Innenraum im Außen entstehen lässt. Aus dem Gewicht der Masse heraus bilden sich anziehende Kräfte. Physikunterricht, das 2. Gaußsche Gesetz an eigenem Leib erlebt. Von den Zuschauenden gesehen und bezeugt.

Zitat Hartmut Rosa

Sinnsuche und Resonanzbedürfnis

Menschen erfahren ihr Leben als sinnvoll, wenn sie sich mit der Welt – mit anderen Menschen, mit der Natur, mit ihrer Arbeit, mit ihrer Umgebung – lebendig verbunden fühlen. Anders ausgedrückt: wenn sie Resonanz erleben und die Welt zu ihnen spricht. 

Was der Soziologe als Resonanzbedürfnis diskutiert ist für uns in DD reales Körpererleben. Wie der Bogen an einer Geige Resonanzen an der Grenze der Membranen erzeugt, folgen wir den Bewegungen in die Begegnung hinein. Da entstehet eine Art Schwingungsmuster unter einander, immer an den Grenzen der Häute und Membranen entlang. Ein heilsamer Tanz kann sich entwickeln und immer wieder die Frage, ist das Kunst? Kann das auf die Bühne?

Wieviel braucht Bühne an Hinwendung zum Publikum? Wieviel braucht Tanz Hinwendung zu den Mittänzerinnen und welche Qualität hat diese Hinwendung? Wann entsteht ein Gefühl von gemeinsamem Interesse, von gemeinsamer Verbundenheit, von zusammen tanzen? Wodurch kommt die Aufmerksamkeit der Zuschauer? RESONANZEN. 

Das ist ein super spannendes Thema, das wohl jede individuell beantwortet und doch ist mir wichtig zu bedenken zu geben, dass unsere Form der Zuwendung, auf der Basis der Resonanzen, ruhig einmal neu bedacht und ausprobiert werden kann. Diese Wirkung der Schwingungsfelder von denen Bruce Lipton auf Membranebene spricht einmal da sein lassen, zu lassen, ihr hinter her Spüren und nicht schon gleich mal in alte Kontaktaufnahmemuster verfallen, das finde ich spannend.

Am Nachmittag begeben wir uns auf tiefe fasziale Spurensuche den Organen: Herz, Lunge, Magen, Leber, Niere entlang hinein in die Bewegungen des Atemgeschehens. Wichtig sind die Faszienbeutel, die sich in unserem Körper vielfältig vernetzen und gleichzeitig die Organe beherbergen. Es wird spürbar und hörbar, wie sich festgehaltene Gewebeerfahrungen lösen und abfließen können. Es gurgelt im Tanzraum. Sehr besondere Tänze entstehen daraus.

Mit Übungen zur Nabelintegration schließen wir den Faszienraum für die Nacht mit ein paar Tänzchen zu Simon and Garfunkel wechseln wir die Ebenen und kommen wieder von unseren schier unglaublichen Körperreisen zurück zum Abendessen.

https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/prof/-/id=660374/did=21498034/nid=660374/8fb5z8/index.html

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