DD Tag zwei – entlang an Grenzen, Häuten, Membranen

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DD Tag zwei – entlang an Grenzen, Häuten, Membranen

8.11.2018

Mich interessiert nicht die Form. Was zwischen zwei Gegenständen passiert, das ist für mich von Bedeutung. Zitat Eduardo Chillida

Am Morgen im Tanzhaus rollen durch den Raum und spüren dann nehmen wir diese Körpererfahrung an der Grenze zwischen Boden und Haut auf den Hocker und tanzen mit dem uns umgebenden Raum in einem ähnlich intensiven Kontakt. Körperempfindungen aus tiefen faszialen Gewebeschichten können sich lösen.

Es wird möglich, das Angehaltene weiter zu bewegen. Die Hände werden zu untrüglichen Führerinnen in körperliche Wirklichkeiten durch haptische Wahr-nehmung. Unsere Wirklichkeit entsteht durch das, was wir wahr nehmen. Erinnerungen aus dem sensomotorischen Raum an Kontakt und Körperlichkeit können aus dem vorsprachlichen Raum auftauchen.

Wir reden lange, was notwendig ist um zu begreifen, was DD so einzigartig macht. Da haben wir ein Alleinstellungsmerkmal am Wickel. Es geht uns im Tanz nicht um das Ausdrücken von Gefühlen, wie das im Ausdruckstanz praktiziert wird. Vielmehr geht es in DD darum zu spüren, zu fühlen und sich da heraus zu bewegen. Da entsteht ein völlig anderer Tanz. Intensiv und zu tiefst im Kontakt mit dem Körper. 

Wir treten in Bewusstseinsebenen ein, wie sie Betty Edwards beim Portraitmalen beschreibt, folgen Linien denen wir nachspüren und tanzen nicht Begriffe, die wir im Laufe der kognitiven Entwicklung gelernt haben als Interpretationen unserer Körperwahrnehmung. Wir bleiben ganz nahe am Heilungsraum Sensomotorik.

Im Auge des Betrachters mag sich aus unserem Tanz eine Geschichte erzählen. Wir folgen Bewegungsabläufen aus den vielfältigen Berührungsmöglichkeiten von der Grenze von Innenraum und Außenraum. Unser Ziel sind die Kräfte, die sich da im Innenraum entwickeln und sie im Tanz sichtbar, fühlbar, hörbar, spürbar werden zu lassen, so dass Innen und Außen gleichermaßen bewegt werden können. für mich ist das mehr ein Schwingen, Vibrieren als ein Drücken, Ausdrücken an dieser Grenze von Innenraum und Außenraum und Tanzraum und Zuschaerraum. 

Am Nachmittag mit Stefka Weiland dann PartnerInnenarbeit, immer diesem Fühlen und der Grenze entlang. Das führt zu intensiven und beglückenden Begegnungen.

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