Tag 2 – Höhle & Wasser

Tag 2 – Höhle & Wasser

Weiter geht es heute mit Gesine Bahn, die als Dancing Dialogue Tänzerin von ihren Erfahrungen bei der HKIT Studientanzreise 2018 mit Elke Wagner schreibt:

Der zweite Tag: Uracher Wasserfall, Rutschenfelsen und Gütersteiner Wasserfälle
Waren die Hamer Felsen ja schon der Hammer so ist der Uracher Wasserfall einfach nur Wahnsinn – einfach überwältigend! Und das trotz des trockenen Sommers (es ist zu merken, ich war noch nie an den Niagarafällen, gell?)! Auf dem Weg dorthin ein ausgetrocknetes Bachbett mit ausgefälltem Kalk: wenn das Wasser vertrocknet bleibt der Kalk übrig und versteinert: Sind es Steine? Ist es Holz gewesen? Nicht unterscheidbar; auch Pflanzen sind mit Kalkschichten überzogen und steinig hart. Feuersalamander. Farne. Moose. Grün über Grün. Urwaldig.
Mein Becken zieht es wieder zur Erde, diese Verkalkungen mit meinem ganzen Körper spüren, berühren, beweglich auf diesen Steinen, Hölzern in diesem trockenen Bachbett.
Es rauscht von oben, Wasser bahnt sich seinen Weg, zu Regenzeiten muss es hier so was von berauschend sein! Wasser in meinen Ohren, Wasser in mir.
Dann oben auf der Hochfläche, direkt an der Abbruchkante des Rutschenfelsen. Wieder liegen. Unter einer dünnen Humusschicht der Fels, über mir tobt ein stürmischer Wind, dazwischen Mensch, Körper – Wahnsinn!
Abstieg zu den Gütersteiner Wasserfällen, dann zurück nach Urach. Obstwiesen. Steine. Buntes Herbstlaub. Feuchter, modriger Herbstgeruch.
So langsam bin ich doch etwas müde, nicht mehr bereit aufmerksam zu sein.
Eine lange Nacht, früh zu Bett, immer wieder aufgewacht, immer wieder eingeschlafen, immer wieder nachgedacht. Auf meine laienhafte Art über unterschiedliche Arten der Wahrnehmung.

1Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Kommentar
Name
Email
Website