logo_gabriele_fischer.gif
feslmalerei.gif
Rarrk PDF Drucken E-Mail
Sprengelmuseum Hannover
Tanz der Dancing Dialogue® Compagnie Leitung G.F im Sprengelmuseum Hannover.


Im Sprengelmuseum Hannover lief bis zum 5. Juni 2006 die Ausstellung „Rarrk“, die eine Sammlung von Rindenbildern des bekannten Aborigine Künstlers John Mawurndjul zeigte. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Tinguely Museum in Basel entstand, zeigt eine Retrospektive des Künstlers von seinen Anfängen in den 80iger Jahren bis heute. „Rarrk“ ist das ursprüngliche Wort für die Schraffierung, eine traditionelle und zeremonielle Technik der Körperbemalung bei den Aborigine in Arnhemland, die John Mawurndjul weiterentwickelt hat und die seinen persönlichen Stil prägt.

Hinter der in verschiedenen Ockertönen, Weiß und Schwarz bemalten Oberfläche seiner Rindenbilder verbirgt sich das zeremonielle Wissen der Kultur des Künstlers aus Nord-Australien. Am Sonntag, 4. Juni 2006 gab es ein besonderes Event in der Ausstellung in Hannover. 10 Tänzerinnen der Dancing Dialogue® Compagnie, Inzmühlen, Leitung Gabriele Fischer, gaben einzelne Tanzperformances zu den ausgestellten Bildern des Künstlers. Allein oder in kleinen Gruppen von 2 oder 3 Tänzerinnen bewegte sich je eine Tänzerin vor einem ausgewählten Bild. Für 10 - 15 Minuten tanzten die Tänzerinnen in einem bewegenden Dialog. So entstand ein Spannungsfeld zwischen dem Bild und der Tänzerin, und Sichtbares und Unsichtbares konnten im Tanz in Dialog zueinander treten. Beeindruckende Tänze entstanden zwischen den Tanzenden und den ausgestellten Kunstobjekten aus Rinde, bemalt mit den Farben des Landes aus dem der Maler kommt. Das zahlreich erschienene Publikum konnte neue Wege der Kunstbetrachtung erfahren, indem der ganze Körper im Tanz zum wahrnehmenden Sinnesorgan wurde und nicht nur die Augen. Dancing Dialogue® ist eine Tanzform, die sich mit ungewöhnlichen Kommunikationsformen beschäftigt und hier im Museum forderte der Tanz die Besucher auf, sich durch die Kunst von John Mawurndjul tatsächlich in Bewegung bringen zu lassen und so in einen Dialog mit dem Unsichtbaren einzutreten. Dem Museumsdirektor Prof. Dr. Ulrich Krempel kommt ein besonderes Verdienst zu, weil er diese einmalige Begegnung von Bildern und Tanz ermöglicht hat. GF.
 
< zurück   weiter >