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Was ist Dancing Dialogue?

Die Tänzerinnen des Studiengangs Dancing Dialogue haben das Wort

Eva Maria Braun
In mir wirken die letzten Tanztage aufwühlend nach. Das Bild, wo ich über die verbrannte Erde gehe und mich neu erfinden muß... will ...kann ..möchte...berührt mich in Körperschich-ten, die ich nicht kenne. Ich würde gerne nochmal in einer Einzel forschen; schauen was meine neue Bewegung ist, die aus dem Wasserfallschütteln kommt. Mein Rhythmus ist sicheres Land, aber wie bewege ich mich darin....? Kontakt und Begegnung sind dabei sehr hilfreich.

Helga Eckhoff-Havenstein, Biodynamische Tanztherapeutin
„Für mich ist es eine gute Zeit. Ich bekomme Auftrieb. Es ist spannend mit den „neuen" Frauen zu tanzen. Begegnungen, gemeinsam ausprobieren, mich auf das Neue mit Freude und Liebe einlassen, einen neuen Raum entstehen lassen . ... Was sich bei mir neu weiterentwickelt ist, das Sehen. Ich schaue anders durch Dancing Dialogue ... „

Annette Sauer, Biodynamische Tanztherapeutin
„Heilungstanz und Lebenstanz fliessen ineinander über. Im Tanz erlebe ich mich selbst. Entdecke tiefe verborgene Schichten meines Selbst, die durch meine individuellen Erfahrungen und Lebensumstände sich nicht zeigen konnten oder durften. Da stehe ich noch ganz am An-fang und es lässt mich nicht los, da weiter zu forschen."

Renate Barbara Balzer, Biodynamische Körpertherapeutin, Zahnarzthelferin
Was bedeutet Dancing Dialogue für mich? Tanzen heißt mit mir und meiner eigenen Lebens-Geschichte in Dialog zu treten, sie ganz da sein zu lassen, um sie anschließend loszulassen. Sie ist wichtig und unwichtig zugleich. Wirklich wichtig ist nur die Bewegung, die sichtbar werden möchte. Jedem Millimeter Gewebe wird Atem eingehaucht, Atem, der mich füllt und an die Schwelle von Innenraum zu Außenraum führt. Aus Achtsamkeit, Geduld und Liebe wird das Überlaufen geboren, was als Bewegung meines Körpers in die Sichtbarkeit tritt. Zeit und Raum erscheinen als Bindeglied, damit ich meinen Mitmenschen in voller Präsenz begegnen kann. An dieser Schwelle entsteht ein neues Geheimnis, was geschieht jetzt, in di-esem Moment, in dieser Begegnung?

Dieses bis an die Grenze der Haut meines Körpers Gefüllt-Sein, macht den Charme jeder Bewegung aus…und ist doch nichts anderes als pures Tanzwerkzeug gespeist aus ATEM und AATINI……

Claudia Baum, Biodynamische Tanztherapeutin HKiT, Bankkauffrau
Es gibt für mich 2 Aspekte: 1. Für mich ist es besonders in einer Gruppe zu sein, die sich gemeinsam weiterentwickelt und verändert. In ihr ankommen, verbunden sein und auch in ihr ich selbst sein dürfen. Beteiligt sein, mitgestalten, mitwirken, gemeinsam miteinander individuell tanzen. 2. Das andere ist, dass ich mich persönlich weiterentwickeln möchte und kann, nach der Pädagogik- und Therapieausbildung geht es hier für mich weiter. Das Umsetzen was ich, mein Körper, gelernt haben und meinen Körper, meine Seele, mich weiterentdecken und tänzerisch erforschen und mich ausprobieren können in einem geschützten Raum.

Liebe Gabriele,
ich freue mich schon sehr auf nächste Woche und finde die vielen Texte der anderen Tänze-rinnen zu ihren Bühnenerfahrungen sehr spannend.

Was mich im Moment beschäftigt ist das Thema Ego und Bühne. Wann zeigt sich das Ego, die Selbstdarstellung? Wie fühlt es sich an, bei mir zu bleiben und dann mit den anderen Tänze-rinnen und dem Publikum in Kontakt zu treten.

Ich möchte jetzt erstmal ausprobieren, wie geht es meins zu Tanzen ohne mir die Bühne unter den Nagel zu reissen und mit den anderen zu kommunizieren. Letztens hat sich ein neue Bewegung gezeigt, bin mal gespannt ob es eine Eintagsfliege war oder sie zu meinem Frie-denstanz gehört.. Für mich gehört die Kommunikation (in welcher Form und mit wem oder was auch immer) zum Friedenstanz dazu. Wie weiss ich noch nicht so genau.. Ich möchte einfach ausprobieren, ohne Angst auch mal über die Strenge schlagen, Grenzen austesten und überschreiten, meine eigenen selbstge-machten Grenzen mal sprengen, heraustreten (wohin und aus was ist noch unklar) . Mein Gefühl ist es, dass ich diese Dinge am Besten über Erfahrung, Erleben, Ertanzen lernen, er-fahren kann.
Claudia Baum


Almut, 68 Jahre, Biodynamische Tanztherapeutin HKiT, Theologin
Nach meinen ersten Tänzerinnentagen im März habe ich mir notiert:

Ich spüre wieder die Nabelschnur zum sakralen Mittelpunkt im Kreis der Tänzerinnen - und so werde ich wohl die nächste Runde meiner Lebensspirale in dieser Verbundenheit tanzen. Eine neue Runde - eine neue Ebene, neues Werkzeug/Wirkung - neue Form.

Und nach den Mai-Juni Tagen war mir klar - „das Ganze" ist die Probenbühne für mein Dauerengagement auf der Lebensbühne ... Wie voll mein Spielplan ist, wird mir erst allmählich bewußt - im Licht der Probenarbeiten!
 
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