Bauchtanz – DER Tanz mit den Faszien

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Bauchtanz – DER Tanz mit den Faszien

Heute schreibt mir Elke Wagner aus Kloster Schöntal an der Jagst, dass sie mit der Ausbildungsgruppe HKIT gestern Bauchtanz auf dem Plan hatte, so eine Synergie😁passend zu meinem Text im Blog.

Heute früh ging ich einen Feldweg im Wintermoor entlang und bewegte mich dabei wie im Tanz. Was für ein Unterschied zu meinem normalen Gang. Ich muss mal wieder öfter diesen 2. Gang einschalten und mein Fasziengewebe tanzen lassen. Es ist so eine Wohltat. Daheim lese ich von Susanne Wüst- Bauers Achtsamkeitstrainings und denke, ja, es braucht immer wieder die Ausrichtung, den Focus.

Der kam mir beim Lesen des Buches von Peter Schwind, Faszien, Gewebe des Lebens, Irisiana Verlag. Ich empfehle es allen, die an der neuesten Faszienforschung interessiert sind. Ein Tipp von Malgorzata M. Pastian. Als Rolfer versteht er es die neueste wissenschaftliche Forschung runter zu brechen auf ein allgemeines Interesse und legt sehr umfassend, die Bedeutung der Faszien für unser Wohlbefinden dar.

Vor allem schreibt er auch viel über die unterschiedliche Konsitenz von Fasziengewebe, das fast flüssig daher kommen kann, wie die Faszie die Leber und Magen einen großen Bewegungsspielraum lässt. Genau so kann Faszie aber auch sehnig und fest sein. Gerda Boysens Faszienbegriff der Membran ist denke ich da sehr hilfreich und verweist gleichzeitig auf die energetische Flüssigkeit, die durch die Membranen diffundiert, was uns BiodynamikerInnen sehr wichtig ist.

Faszien umgeben unsere Organe, können Sie stark einengen bis zur Blockade und so ist es wichtig, dass wir das gesamte zusammenhängende Fasziengewebe, in dem Knochen, Muskelfasern, Nerven, Blut, Lymphe, Körperflüssigkeit eingebettet oder unterwegs sind, dass wir dieses vierdimensionale Netzwerk in Schuss halten und Pflegen. Dazu gehört auch ein Bewusstsein für unsere Faszie zu entwickeln.

Wie ich bereits gestern schrieb kommt mir das Gleiten und Fließen das ich beim Bauchtanzen spüre in den Übungen, die Peter Schwind vorschlägt wieder entgegen. Vor allem im Schulterbereich und Brustkorb spüre ich durch die Schreibarbeit, wie sich meine Faszien um die Muskeln, z.B. den Rhomboideus zusammen ziehen, es nützt mir da gar nichts, mit dem Muskel zu arbeiten, es ist die Faszie, die mich zusammenzieht.

Die Arme locker waagerecht auf Schulterhöhe zum Tanz ausgebreitet, dabei die Hüften re li bewegt und schon schmilzt die Spannung im Fasziennetz dahin, bloß nicht anstrengen, Gleiten und Fließen ist angesagt. Da öffnet sich der Weg zur Königin der Meere von alleine. Flüssigkeit ist das Zauberwort des Lebens. Wo es staubt wächst nix.

So könnte ich nun jede Bewegung im Tanz mit Euch durchgehen an der Faszienstruktur entlang, die Peter Schwind aufzeigt, aber auch ohne dieses Wissen funktioniert des mit dem Bauchtanz auf der Faszienebene. Probiert es ruhig aus, egal was ihr gerade macht, wahrscheinlich lest ihr gerade😁, bewegt den Brustkorb ein wenig hin und her, den Bauch, den Po, die Beine und spürt wie ihr butterweich zu schmelzen beginnt.

Und vergessen wir nicht den Atem, der die Bewegungen der Organe in Gang hält, z.B. die Nieren, sie bewegen sich um mehrere Zentimeter beim Atmen hoch und runter, aber auch alle anderen Organe bewegen sich in ihren vernetzten Faszienbeutelchen, einem unentwegten inneren Tanz gleich. Feinste Störungen in der Atemstruktur können da schwer zu Buche schlagen.

In diesem Sinne ein gesegnetes tänzerisches Wochenende für euch alle.

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